Rhinopront Kombitabletten

Recordati Pharma GmbH

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke. Bei Tierarznei lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie die Tierärztin, den Tierarzt oder die Apotheke.

Darreichungsform: Tabletten

Anwendungsgebiete von Rhinopront Kombitabletten

  • Das Arzneimittel ist ein Kombinationspräparat mit Pseudoephedrin und Triprolidin zur Behandlung von Schnupfen mit verstopfter Nase.
  • Pseudoephedrin ist ein indirektes Sympathomimetikum, das eine Abschwellung der Nasen- und Nasennebenhöhlen-Schleimhäute bewirkt.
  • Der Wirkstoff Triprolidinhydrochlorid hat antiallergische Eigenschaften. Er verringert die Beschwerden allergischer Reaktionen der Nasenschleimhaut, wie z. B. Niesreiz, laufende oder verstopfte Nase.
  • Anwendungsgebiete
    • Symptomatische Behandlung der akuten, allergischen oder vasomotorischen Rhinitis, wenn sie mit einer Verstopfung der Nase einhergeht.
    • Das Arzneimittel wird angewendet bei Jugendlichen ab 12 Jahren und Erwachsenen bis 60 Jahre.

Dosierung

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene bis 60 Jahre 3-mal täglich 1 Tablette.
  • Kinder unter 12 Jahren und Erwachsene über 60 Jahre dürfen nicht mit diesem Präparat behandelt werden.
  • Bei Patienten, die nach Einnahme eine müde machende Wirkung beobachten, kann symptomorientiert auch eine einmalige abendliche Gabe von 1 Tablette ausreichend sein.
  • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
    • Kinder unter 12 Jahren dürfen nicht mit diesem Präparat behandelt werden.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Die Einnahme sollte nach Abklingen der Symptome nicht fortgesetzt werden. Die Behandlungsdauer beträgt bei akutem Schnupfen etwa 3 bis 5 Tage. Bei allergischem oder vasomotorischem Schnupfen wird eine Behandlungsdauer von etwa 10 Tagen empfohlen. Wenn die Schleimhautschwellung der oberen Atemwege zurückgegangen ist, kann die Behandlung bei allergischem Schnupfen, falls nötig, mit einem Antihistaminikum fortgeführt werden.
    • Die empfohlene Dosis und Dauer der Einnahme sollte nicht überschritten werden.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Bei Überdosierung können unter anderem folgende Symptome auftreten: Schläfrigkeit, Benommenheit (Lethargie), verminderte Atmung (Atemdepression), Trockenheit von Haut und Schleimhäuten, Fieber (Hyperpyrexie), Krämpfe (Konvulsionen), Herz-Kreislauf-Kollaps, verschwommenes Sehen und Beschwerden beim Wasserlassen (Miktionsbeschwerden) sowie weitere verstärkte Nebenwirkungen seitens des Herz-, Kreislauf- und Nervensystems. Schwerwiegende Folgen bis hin zum tödlichen Ausgang sind möglich. Insbesondere bei Kindern kann eine ZNS-Stimulation auftreten, die sich in atropinähnlichen Symptomen äußert (Mundtrockenheit, starre und geweitete Pupillen, Hitzegefühl, Hyperthermie und gastrointestinale Symptome).
    • Verständigen Sie bei Verdacht auf Überdosierung sofort einen Arzt!
    • Erste Maßnahmen bei einer erkannten Überdosierung sind:
      • sofortige Magenentleerung durch herbeigeführtes Erbrechen und
      • Gabe medizinischer Kohle um die Wirkstoffaufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt zu vermindern.
    • Über eventuell notwendige weitere spezielle Maßnahmen entscheidet der Arzt.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
    • Wenn Sie zu wenig Rhinopront eingenommen oder eine Einnahme vergessen haben, so setzen Sie die Behandlung bei der nächsten Einnahme bitte wie in der Dosierungsanleitung beschrieben fort.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Gegenanzeigen

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden:
    • wenn Sie allergisch gegen Triprolidinhydrochlorid 1 H2O, Pseudoephedrinhydrochlorid, gegen adrenalinartige (adrenerge) Substanzen oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • in der Schwangerschaft und Stillzeit.
    • von Kindern unter 12 Jahren und Erwachsenen über 60 Jahre.
    • bei Herzrhythmusstörungen (Tachyarrhythmie).
    • bei Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose).
    • wenn Sie einen Schlaganfall mit Hirnblutung (hämorrhagischen Schlaganfall) in der Vorgeschichte hatten oder wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel anwenden wie Bromocriptin, Pergolid, Lisurid, Cabergolin, Ergotamin, Dihydroergotamin oder jeden anderen Wirkstoff zum Abschwellen der Nasenschleimhaut (Phenylpropanolamin, Phenylephrin, Ephedrin,...). Denn die Kombination dieser Arzneimittel mit dem Wirkstoff Pseudoephedrin kann das Risiko erhöhen, einen hämorrhagischen Schlaganfall zu bekommen.
    • bei Prostatavergrößerung und/oder Funktionsstörungen der Harnblase.
    • bei schwerer Leber- und/oder Nierenfunktionsstörung.
    • bei erhöhtem Blutdruck, da Rhinopront blutdruck-steigernde Eigenschaften hat.
    • bei schwerer koronarer Herzkrankheit.
    • bei gleichzeitiger Behandlung mit bestimmten stimmungsaufhellenden Mitteln (z. B. Monoaminooxidase-Hemmern) oder Linezolid, auch wenn diese Behandlung in den vorangegangenen zwei Wochen erfolgte.
    • bei erhöhtem Augeninnendruck.
    • bei einem erhöhten Risiko für QT-Zeitverlängerungen (bestimmte Veränderung des Herzrhythmus, die im EKG feststellbar ist) wie z. B. Patienten mit klinisch-relevanten Herzerkrankungen, dem angeborenen Long-QT-Syndrom oder Störungen der Blutsalze.

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
    • Schwindelgefühl
    • Müdigkeit - vor allem bei Behandlungsbeginn
  • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
    • Schlafstörungen
    • Folgender Zustand - genannt posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom (PRES) oder reversibles zerebrales Vasokonstriktionssyndrom (RCVS) - kann auftreten. Symptome können sein: Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Verwirrtheit, Krampfanfälle und/oder Sehstörungen. Wenn sich Zeichen/Symptome einer PRES/RCVS entwickeln, soll dieses Präparat abgesetzt und sofort medizinischer Rat eingeholt werden.
    • Schneller Herzschlag (Tachykardie) - in diesem Fall sollten Sie das Arzneimittel absetzen
    • Allergische Hautausschläge - in diesem Fall sollten Sie das Arzneimittel absetzen und einen Arzt verständigen
    • Trockene Schleimhäute in Mund, Nase und Rachenraum
    • Harnverhaltung (Beschwerden beim Wasserlassen), insbesondere wenn eine Prostatavergrößerung vorliegt
  • Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen)
    • Halluzinationen
  • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
    • Stimulation des zentralen Nervensystems möglicherweise assoziiert mit z. B. Angst und psychotischen Symptomen, Krämpfen oder Herz-Kreislauf-Kollaps mit gleichzeitigem Blutdruckabfall
    • Schlaganfall (Verstopfung oder Riss einer Arterie, die bestimmte Bereiche des Gehirns mit Blutversorgt)
    • Kopfschmerzen oder verstärkte Kopfschmerzen
    • Herzinfarkt (Myokardinfarkt / myokardiale Ischämie)
    • Herzklopfen oder Herzarrhythmien (unregelmäßiger Herzschlag): Es ist nicht auszuschließen, dass Triprolidin wie andere Antihistaminika das QT-Intervall (bestimmte Veränderung des Herzrhythmus, die im EKG feststellbar ist) verlängert. Klinisch relevante Herzrhythmusstörungen sind nicht auszuschließen.
    • Bluthochdruck
    • Übelkeit
    • Entzündung des Dickdarms aufgrund von unzureichender Blutversorgung (ischämische Kolitis).
    • Verringerte Blutversorgung des Sehnervs (ischämische Optikusneuropathie).
    • Plötzlich einsetzendes Fieber, eine Rötung der Haut oder viele kleine Pusteln (mögliche Anzeichen einer akuten generalisierten exanthematischen Pustulose - AGEP) können innerhalb der ersten 2 Tage der Behandlung mit diesem Präparat auftreten. Wenn bei Ihnen diese Symptome auftreten, beenden Sie die Einnahme und wenden sich unverzüglich an einen Arzt.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Wichtige Hinweise

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen



  • empfohlene Dosis und Dauer der Anwendung nicht überschreiten
  • Nieren- und / oder Leberschädigung
    • Überwachung der Leber- und/oder Nierenfunktion
  • Therapieabbruch
    • bei Auftreten von Hypertonie, Tachykardie, Palpitationen oder Herzarrhythmien, Übelkeit oder jedem anderen neurologischen Zeichen (wie Kopfschmerzen oder verstärkten Kopfschmerzen)
  • Stimulation des zentralen Nervensystems mit Krämpfen oder Herz-Kreislauf-Kollaps mit gleichzeitigem Blutdruckabfall möglich
    • Wirkungen bei Kindern, älteren Patienten oder im Falle einer Überdosierung ggf. vermehrt
  • Anwendung mit Vorsicht bei
    • Patienten unter Digitalistherapie, mit Herzarrhythmien, Hypertonie, Myokardinfarkt in der Anamnese, Diabetes mellitus
    • Patienten mit stenosierendem peptischen Ulkus und/oder pyloroduo denaler Obstruktion
    • gleichzeitiger Einnahme von Antihypertensiva, trizyklische Antidepressiva oder anderen Sympathomimetika
      • möglichen Einfluss auf den Blutdruck zunächst mit einer Einmaldosis des Arzneimittels überprüfen
  • Missbrauch mit Pseudoephedrinhydrochlorid wurde beobachtet (wie bei anderen ZNS-Stimulantien)
    • regelmäßige Anwendung kann zu Toleranz führen: erhöhtes Risiko einer Überdosis
    • höhere Dosen als empfohlen können zu schweren Nebenwirkungen führen
    • plötzlicher Behandlungsabbruch nach Missbrauch kann Depressionen nach sich ziehen
  • Narkose mit halogenhaltigen Inhalationsnarkotika: Behandlung vorzugsweise 24 Stunden vor einer (geplanten) Narkose unterbrechen
  • Hinweise an den Patienten
    • Athleten: positiver Doping-Test möglich (durch Pseudoephedrin)
    • Verzicht auf Alkohol oder andere zentral wirksame Sedativa empfohlen
  • in seltenen Fällen Auftreten von posteriorem reversiblen Enzephalopathiesyndrom (PRES) / reversiblem zerebralen Vasokonstriktionssyndrom (RCVS)
    • berichtete Symptome: akut auftretende starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Verwirrtheit, Krampfanfälle und/oder Sehstörungen
    • meist Verbesserung bis Heilung nach einer angemessenen Behandlung innerhalb weniger Tage
    • bei Zeichen / Symptomen einer PRES / RCVS Pseudoephedrin absetzen und sofort medizinischen Rat einholen
  • Ischämische Kolitis
    • Pseudoephedrin absetzen und ärztlichen Rat einholen bei Auftreten plötzlicher Bauchschmerzen, rektaler Blutungen oder anderer Symptome einer ischämischen Kolitis
  • Ischämische Optikusneuropathie
    • bei plötzlichem Auftreten eines Verlusts des Sehvermögens oder einer verminderten Sehschärfe, wie bei einem Skotom Anwendung von Pseudoephedrin abbrechen
  • schwere Hautreaktionen wie akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
    • dieser akute pustulöse Ausschlag innerhalb der ersten beiden Behandlungstage möglich und ggf. mit Fieber und zahlreichen kleinen, hauptsächlich nicht-follikulären Pusteln verbunden, die in einem ausgedehnten ödematösen Erythem auftreten und hauptsächlich in den Hautfalten, am Rumpf und den oberen Extremitäten lokalisiert sind
    • Patienten sorgfältig überwachen
    • bei Anzeichen und Symptome wie Fieber, Erythem oder viele kleine Pusteln Anwendung beenden und ggf. geeignete Maßnahmen ergreifen
  • Hauttests: Behandlung mindestens 48 Stunden vor Hauttests unterbrechen
  • Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption: Einnahme nicht empfohlen

Anwendungshinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie dieses Präparat nur unter bestimmten Bedingungen und mit besonderer Vorsicht einnehmen dürfen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Präparat einnehmen. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.
    • Wenn Sie an Herzerkrankungen, erhöhten Blutzuckerwerten oder Herzrhythmusstörungen leiden, sollten Sie vor der Einnahme unbedingt Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Dies gilt auch für ältere Patienten.
    • Brechen Sie die Behandlung ab, wenn folgende Beschwerden auftreten:
      • Bluthochdruck
      • schneller Herzschlag (Tachykardie)
      • Herzklopfen (Palpitationen)
      • Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien)
      • Übelkeit
      • andere neurologische Zeichen (wie Kopfschmerz oder verstärkter Kopfschmerz)
    • Brechen Sie ebenfalls die Behandlung ab und holen sich sofortige medizinische Hilfe, wenn Sie Folgendes feststellen:
      • plötzlich auftretende starke Kopfschmerzen
      • Verwirrtheit
      • Krampfanfälle und/oder Sehstörungen
    • Bei der Einnahme dieses Präparates können in Folge einer Entzündung des Dickdarms (ischämische Kolitis) plötzliche Bauchschmerzen oder Blutungen im Enddarm (dies kann sich über Blut im Stuhl äußern) auftreten. Wenn bei Ihnen diese Magen-Darm-Beschwerden auftreten, beenden Sie die Einnahme und suchen Sie sofort Ihren Arzt auf oder begeben Sie sich unverzüglich in medizinische Behandlung. Siehe Kategorie "Nebenwirkungen". Bei der Anwendung von diesem Präparat kann eine verringerte Blutversorgung des Sehnervs auftreten.
    • Brechen Sie bei einem plötzlichen Verlust des Sehvermögens die Einnahme ab und suchen Sie sofort Ihren Arzt auf oder begeben Sie sich unverzüglich in medizinische Behandlung.
    • Siehe Kategorie "Nebenwirkungen".
    • Das Arzneimittel ist mit Vorsicht anzuwenden von Patienten mit:
      • verengendem Magengeschwür (stenosierendem peptischen Ulkus) und/oder
      • Verengung am Magenausgang (pyloroduodenale Obstruktion).
    • Eine Stimulation des Zentralnervensystems mit Krämpfen oder Herz-Kreislauf-Kollaps mit gleichzeitigem Blutdruckabfall kann durch sympathomimetische Amine ausgelöst werden. Diese Wirkungen können bei Kindern, älteren Patienten oder im Falle einer Überdosierung vermehrt auftreten.
    • Vorsicht ist geboten bei Patienten unter Digitalistherapie (Herzglykoside), mit Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Herzinfarkt in der Vorgeschichte, Diabetes mellitus.
    • Wie bei anderen Substanzen, die das Zentralnervensystem stimulieren, wurde Missbrauch auch mit Pseudoephedrinhydrochlorid beobachtet. Eine regelmäßige Einnahme kann zu Toleranz führen, was ein erhöhtes Risiko einer Überdosis mit sich bringt. Höhere Dosen als empfohlen können zu schweren Nebenwirkungen führen. Ein plötzlicher Behandlungsabbruch nach Missbrauch kann Depressionen nach sich ziehen.
    • Wenn eine Operation geplant ist, wird empfohlen die Behandlung 24 Stunden vor einer Narkose zu unterbrechen. Andernfalls kann es während der Operation zu akutem Bluthochdruck kommen, wenn halogenhaltige Narkosemittel (Inhalationsnarkotika) angewendet werden.
    • Eine Behandlung mit Pseudoephedrin kann zu einem positiven Doping-Test führen.
    • Während der Behandlung mit diesem Präparat sollten Sie keinen Alkohol trinken oder andere zentral wirksame Beruhigungsmittel einnehmen.
    • Wenn Sie eine fiebrige generalisierte Hautrötung verbunden mit Pusteln bekommen, beenden Sie die Einnahme und wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt. Siehe Kategorie "Nebenwirkungen".
    • Die Behandlung mit diesem Präparat sollte mindestens 48 Stunden vor Hauttests unterbrochen werden, da Antihistaminika sonst positive Reaktionen auf den Hauttest verhindern oder abschwächen können.
  • Kinder
    • Dieses Arzneimittel nicht bei Kindern unter 12 Jahren anwenden, da die Verträglichkeit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe noch nicht erwiesen ist.
  • Ältere Patienten und Patienten mit eingeschränkter Nieren- und/oder Leberfunktion
    • Dieses Arzneimittel darf bei Patienten über 60 Jahre und bei Patienten mit schwerer Nieren- und/oder Leberfunktionsstörung nicht angewendet werden. Die Verträglichkeit und Wirksamkeit sind bei diesen Patienten nicht erwiesen und es liegen keine Daten für eine adäquate Dosisempfehlung vor.
    • Von Patienten mit einer eingeschränkten Leber- und/oder Nierenfunktion soll dieses Arzneimittel nur mit Vorsicht angewendet werden. Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
    • Dieser sollte gegebenenfalls Ihre Leber- und/oder Nierenfunktion während der Einnahme dieses Arzneimittels überwachen.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch können Wirkungen auf Herz und Kreislauf (kardiovaskuläre Effekte) sowie auf das zentrale Nervensystem eintreten.
    • Sie können dann nicht mehr so schnell und gezielt genug auf unvorhergesehene und plötzliche Ereignisse reagieren. Bitte beachten Sie auch, dass Ihre Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen sowie zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

Aktiver Wirkstoff

  • Pseudoephedrin hydrochlorid (60 mg pro 1 Stück)
  • Pseudoephedrin (49.15 mg pro 1 Stück)
  • Triprolidin hydrochlorid 1-Wasser (2.5 mg pro 1 Stück)
  • Triprolidin (2.09 mg pro 1 Stück)

Sonstige Bestandteile

  • Lactose 1-Wasser
  • Magnesium stearat
  • Maisstärke
  • Povidon K30

Wechselwirkungen

  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Falls Sie einen Krankenhausaufenthalt planen, teilen Sie bitte Ihrem Arzt mit, dass Sie dieses Arzneimittel einnehmen, da verschiedene Medikamente und Narkosemittel davon beeinträchtigt werden können.
    • Dieses Arzneimittel kann die beruhigende Wirkung von bestimmten antiallergisch wirkenden Arzneimitteln (Antihistaminika) oder Beruhigungsmitteln verstärken.
    • Eine Erhöhung des Blutdrucks kann gelegentlich auftreten, wenn Sie dieses Präparat gleichzeitig mit folgenden Arzneimitteln einnehmen:
      • bestimmte stimmungsaufhellende Arzneimittel - wie z. B. trizyklische Antidepressiva
      • Adrenomimetika - wie z. B. schleimhautabschwellende Mittel, Appetitzügler und bestimmte anregende Stoffe (amphetaminähnliche Psychostimulanzien).
    • Dieses Präparat kann die blutdrucksenkende Wirkung von Wirkstoffen wie Bretyliumtosylat, Bethanidin, Guanethidin, Mecamylamin, Reserpin, Debrisoquin, Methyldopa sowie von Alpha- und Betarezeptorenblockern sowie Veratrumalkaloiden vermindern. Bei gleichzeitiger Gabe sollten Sie den Blutdruck regelmäßig durch einen Arzt kontrollieren lassen.
    • Die gleichzeitige Einnahme von Monoaminooxidase-Hemmern (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) und sympathomimetischen Arzneimitteln wie Pseudoephedrin kann zu kritischen Hochdruckkrisen führen und ist daher kontraindiziert.
    • Folgende Kombinationen sind aufgrund des Risikos einer Gefäßverengung (Vasokonstriktion) und dem damit verbundenen Blutdruckanstieg kontraindiziert:
      • Bromocriptin, Cabergolin, Lisurid und Pergolid
      • Dihydroergotamin, Ergotamin und Methylergometrin (dopaminerge Vasokonstriktoren)
    • Dieses Arzneimittel darf aufgrund des Risikos einer Gefäßverengung nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden, die zur oralen oder nasalen Behandlung der verstopften Nase angewendet werden - wie Phenylpropanolamin, Phenylephrin, Ephedrin - siehe Kategorie "Kontraindikation".
    • Mittel gegen Sodbrennen (Antazida) erhöhen die Aufnahme von Pseudoephedrin, Kaolin senkt sie.
    • Es ist nicht auszuschließen, dass Triprolidin wie andere Antihistaminika das QT-Intervall im EKG verlängert. Eine Kombination mit anderen die QT-Zeit-verlängernden Arzneimitteln wie z. B. Erythromycin, Clarithromycin, Sotalol, Terfenadin und Amiodaron wird deshalb nicht empfohlen.
  • Einnahme zusammen mit Alkohol
    • Dieses Arzneimittel kann die beruhigende Wirkung von Alkohol verstärken.